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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Weitere Maßnahmen

Förderung von Festanstellungsmodellen in der Kindertagespflege

Erfahrungen aus den bisherigen Aktivitäten im Aktionsprogramm Kindertagespflege zeigen, dass für die Gewinnung neuer Kindertagespflegepersonen sowie bei der Sicherung der vorhandenen Fachkräfte die Festanstellung von Kindertagespflegepersonen ein zielführender Ansatz sein kann.

Die höhere ökonomische Sicherheit und verbesserte soziale Absicherung (z. B. im Krankheitsfall oder bei Urlaub) sowie geregelte Abläufe und institutionalisierte Netzwerkstrukturen, die auch regelmäßige Zusammenkünfte und fachlichen Austausch begünstigen, können deutliche Vorteile für Kindertagespflegepersonen darstellen. Aus Sicht der Eltern und der Kinder können Festanstellungsmodelle eine größere Verlässlichkeit (auch im Hinblick auf die Qualitätssicherung) und Versorgungskontinuität gewährleisten. Auch den Kommunen bietet sich durch die Festanstellung eine den institutionellen Angeboten vergleichbare Zuverlässigkeit und Planbarkeit; die Vereinheitlichung und dauerhafte Verankerung von Qualitätsstandards.

Mit dem Programm zur Förderung von Festanstellungsmodellen erhielten Arbeitgeber, die Kindertagespflegepersonen entsprechend den Förderbedingungen sozialversicherungspflichtig beschäftigten, eine Förderung für Personalausgaben und zugehörige Verwaltungskosten. Gefördert wurden 50% der Personalkosten im ersten Jahr bei einem mindestens auf zwei Jahre angelegten Anstellungsverhältnis.

Der Förderzeitraum betrug maximal 12 Monate innerhalb des Zeitraums vom 01.06.2012 bis zum 31.12.2015.

Ergebnis:

Neben den konkreten Förderungen wurde eine Diskussion insbesondere bei Betrieben und Unternehmen in Gang gesetzt, die bisher die Einrichtung einer Betriebskindertagesstätte gescheut hatten bzw. für die sie die Einrichtung aus Kapazitätsgründen nicht gelohnt hätte.

Die Festanstellung wird auch im Rahmen des neuen Bundesprogrammes gefördert.

Förderung der berufsbegleitenden Weiterbildung für Tagesmütter und Tagesväter

Im Rahmen des Aktionsprogramms Kindertagespflege wurden bis zum 31.12.2014 bereits tätige Tagesmütter und Tagesväter unterstützt, die sich an einer staatlich anerkannten Fachschule berufsbegleitend zur Erzieherin/zum Erzieher weitergebildet oder eine berufsbegleitende Weiterbildung für einen sozialpädagogischen Assistenzberuf absolviert haben. Damit wurden Kindertagespflegepersonen erweiterte Beschäftigungsmöglichkeiten und längerfristige berufliche Perspektiven eröffnet.

Dieses Programm war einer von mehreren Schritten zur Unterstützung von Tagesmüttern und Tagesvätern, die sich weiterqualifizieren möchten. Es sollte ein erster Beitrag zur Professionalisierung in der Kindertagespflege sein, der von allen politisch Verantwortlichen und gesellschaftlichen Akteuren weiterentwickelt werden muss.

Ergebnis:

Auch wenn die Zahl derer, die von diesem Angebot Gebrauch machen konnten, nicht sehr groß war – was u.a. auch Strukturgründe hatte – so hat dieses Programmelement in jedem Fall dazu beigetragen, die Diskussionen und Überlegungen einer berufsbegleitenden pädagogischen Ausbildung anzustoßen. Hamburg z.B. hat daraus ein innovatives Angebot gemacht, welches inzwischen etabliert ist.

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